Mein Leben müsste die NSA nicht interessieren – das Blogstöckchen fliegt

Nach einer langen Pause, in der wir den Nordosten von Brasilien bereist haben, bin ich wieder zurück in der kalten, schönen Schweiz. Bloggen wollte ich eigentlich 2013 nicht mehr, aber, Adrienne hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen. Und „schwupp“ schon hab ich’s in der Hand. Am Schluss gebe ich das Stöckchen gerne weiter, aber eben, erst am Schluss.

1. Hast Du den Offline-Day mitgemacht? Wenn Nein, weshalb nicht? Und wenn Ja, wie war es? 

Wir warnen zwei Monate an vielen Stränden und im Landesinnern von Brasilien unterwegs. Da gab es mehr als einen Offlineday. Ich habe also nicht bewusst mitgemacht, war aber mit dabei. Mir fehlt das Internet und die damit verbundenen Applikationen und Informationen in der Regel nicht, wenn ich nicht arbeite. Es ist schön, einfach in den Tag zu leben, im Jetzt. Nicht immer mit (meist) unbeeinflussbaren Informationen überhäuft zu werden und sich dann darüber auch noch Gedanken zu machen. Mag ignorant klingen, ist aber sehr befreiend.

2. Nenne bitte den Monat und das Jahr Deines allerersten Blogartikels und den Titel davon. 

Das war am 12. März 2012 (wow, ich bin ja ein ganz junger Blogger). Der Titel war: Nie ein Blogger sein. Tja, das hat man davon…

 

3.  Welches App schaust Du morgens als Erstes an…?

Meteo4me, damit ich sehe, ob ich mit dem Roller zur Arbeit fahre, oder doch den ÖV benutzen muss.

4. Könntest Du Dir vorstellen eines Tages Dein Geld alleine im Netz zu verdienen?

Eigentlich schon, obwohl ich den direkten Kontakt mit Menschen sehr schätze. Aber wenn ich die richtige Idee hätte, wäre es mir übrigens egal, ob ich mit Bitcoins, Dollars, Euros oder Schweizer Franken bezahlt würde, Hauptsache einfaches, schnelles Geld J (wie jeder im Netz…oder?).

5. In welchem Jahr, glaubst Du, wird der erste Schweizer Wahlkampf hauptsächlich “im Netz” gewonnen?

Ich meine gelesen zu haben, dass Martin Landolt, mit dem ich lange gearbeitet habe, den Ständeratswahlkampf wohl fast nur elektronisch bestreitet. Schauen wir, ob es ihm Glück bringt. Und sonst bin ich der Überzeugung, dass dies im grösseren Massstab wohl in den nächsten 3 Jahren passieren wird.

6. Ganz ehrlich: Hast Du irgendwas an Deinen digitalen Kommunikationsgepflogenheiten verändert, seit PRISM der NSA bekannt geworden ist (Mails-Verschlüsselung zum Beispiel)?

Nein, ich habe ein ziemlich langweiliges Leben, das keine Änderung erfahren hat/wird. Und wenn die NSA an dem, was sie von mir sehen, Freude haben, stimmt das für mich auch.

7. Bist Du auf “phubbing” reingefallen?

Ehrlich gesagt, bis Du mir die Frage gestellt hast, wusste ich noch nicht mal was das Wort bedeuten soll. Meine Abwesenheit in Online-Freien-Gefielden führte auch hier dazu, dass ich diese Diskussion verpasst habe. Auch nicht weiter schlimm.

8. Was erklärst Du alteingesessenen kulturpessimistische Printjournalismus-Koriphäen wie Frank Schirrmacher die Chancen des Internets, wenn Du die Möglichkeit dazu hättest?

Selbst wenn ich die Chance hätte, würde ich mit den Kulturpessimisten keine Diskussion dafür oder dagegen führen. Die Resistenz gegenüber dem Thema verstehe ich grundsätzlich nicht und es liegt nicht an mir Überzeugungsarbeit zu leisten. Sowieso nicht gegenüber Journalisten, die von Wissenseifer, Freude an Neuem und „Gwunder“ getrieben sein sollen.

9. Du-zen oder Sie-zen im Blog? Was ist der Königsweg?

Dazu lese man einen meiner ersten Blogposts zu dem Thema. Ich bleibe dabei: Hauptsache höflich.

10. Ein attraktives neues Medienportal bietet Dir eine lukrative Redaktorenstelle an; Du müsstest lediglich hin und wieder ein paar Native Advertising-Texte von Unternehmen veredeln und redaktionell “anreichern”. Würdest Du annehmen?

Redaktionelle und werberische Texte verschmelzen heute eh schon, aus diesem Grund hätte ich wohl kein Problem damit. ABER, es kommt natürlich, wie immer im Leben, auf die Ausprägung des „Anreicherns“ an. Leute für dumm verkaufen würde ich nicht akzeptieren.

11. Wie oft hast Du dieses Jahr “Breaking” getwittert?

Nie. 

Adrienne hat mir das Stöckchen also weiter geleitet. Hier nochmal von Marie-Christine Schindler erklärt, worum es denn eigentlich geht.

Für 2014 wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs nur das Beste, viel Freude, Erfolg, Gesundheit und spannende Begegnungen (on- oder offline).

Hier nun die Fragen, oder Sätze, die von folgenden Bloggern vervollständigt werden können: Jürg Wyss, Sven Ruoss, Ladyitaly, Apfelland und Lienu. Für Euch gilt natürlich: mitmachen wenn’s Spass macht und Zeit dazu vorhanden ist.

1. Meine liebste Twitterdiskussion in diesem Jahr handelte von…

2. Wo holt Ihr die verlässlichsten Informationen im Netz?

3. Fremde Menschen sollen miteinander über Social Media in Kontakt treten, weil…

4. Was verpassen Menschen ohne Internetzugang (gewollt oder ungewollt)?

5. Wie hat Social Media Eure Lebensqualität verändert?

6. Welche Erfindung hättet Ihr gerne gemacht?

7. Was hättet Ihr an Eurem 20. Geburtstag, wenn es denn da Twitter schon gegeben hätte, vertwittert?

Bonusfrage:

Welche 5 Gegenstände sind in Eurem Leben heute unabdingbar ?

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2 Kommentare zu Mein Leben müsste die NSA nicht interessieren – das Blogstöckchen fliegt

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