Die Content-Strategie, das Storytelling und die Firmen

Die liebe Zeit. Die fehlte mir leider in den vergangenen Monaten ein wenig. Dies sieht man an den fast nur noch monatlichen Blogposts. Aber, nach der Sommerpause gelobe ich wieder Besserung, denn da beginnt ja wieder die Champions League, womit meine Posts dann hoffentlich regelmässig wieder Dienstag- oder Mittwochnacht erscheinen. Über das „Warum“, blogge ich dann vielleicht auch noch mal.

Weil ich am 19. September zusammen mit Su Franke am Social Media Snack in St. Gallen etwas zum Thema Storytelling sagen darf, habe ich mich mit den Themen Content-Strategie und Storytelling etwas näher beschäftigt. Bei meinen Vorbereitungen bin ich auf verschiedene Gründe gestossen, warum Firmen sich mit dem Thema oft schwer tun.

Hier einige Punkte, auf die ich gestossen bin:

  • Fehlende, klare Umschreibung des Firmenzweck
    Viele Firmen tun vieles und dies sehr gut. Nur weiss man oft nicht mehr, warum man dies tut.
  • Attribute statt Nutzen
    Wir tun vieles, weil wir es können, nicht weil davor ein Kundenbedürfnis steht. Das macht Geschichten schwierig.
  • Keine Erfahrung mit Geschichten
    Es fehlt, ob in Marketing, Kommunikation aber auch sonstigen Abteilungen das Wissen, Geschichten zu erzählen. Wir haben dies wohl irgendwie vergessen, da wir zu oft „bespasst“ werden und selber nicht mehr kreativ sein müssen.
  • Wir überlassen die Konstruktion von Geschichten anderen
    Wenn Engagements von Firmen fast nur noch über PR-Agenturen kommuniziert werden und somit die „innere Sicht“ fehlt, fallen Geschichten oft flach aus. Auch besteht vielerorts das Vorurteil, nur Journalisten und Autoren dürfen Geschichten erzählen.
  • Geschichten werden zu stark auf Verkauf ausgerichtet
    Es kann gut sein, dass ein Produkt sich tadellos in eine Geschichte verpacken lässt, aber oft wirkt dies angestrengt und es ist vom ersten Wort an klar, dass die Geschichte im Dienste des Verkaufs steht. Und solche Geschichten haben, wie Lügen, kurze Beine.

Wo seht Ihr die grössten Fallstricke bei Content-Strategien in Unternehmen? Wie geht Ihr das Thema an? Auf alle Fälle ist hier das letzte Wort noch nicht geschrieben, auch von mir nicht.

Nun wünsche ich einen relaxten Sommer mit viel Zeit in der Natur und nicht vor dem Bildschirm. Ich bin dann wieder fleissiger am bloggen, wenn die Champions League in die Gruppenphase startet (so ca. im September). So long…

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2 Kommentare zu Die Content-Strategie, das Storytelling und die Firmen

  1. Ich beobachte oft, dass sich Unternehmen sagen: Wir produzieren Schuhe, oder wir verkaufen Ferien, für Geschichten sollen die Leute eine Zeitung lesen oder fernsehen, aber nicht zu uns kommen. Nur ist es mittlerweile so, dass jedes Unternehmen in jeder Branche im Grunde ein Medienunternehmen ist. Neben der Produktion von Schuhen oder dem Verkauf von Ferien muss man sich dieselben Überlegungen machen, die sich eine Zeitung oder eine Fernsehstation macht. Also auch Geschichten erzählen – aber bitte nicht mit Zeitung und Fernsehgerät, sondern besser mit Blog und YouTube.

    Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Sommer 🙂

  2. Geschichten erzählen ist harte Arbeit. Und es braucht dazu erfahrene Fachleute. Keine PR-Agenturen oder Verkaufsleiter, sondern Journalisten.

    Diese Einsicht hat sich erst in wenigen Schweizer Unternehmen durchgesetzt.

    Als ich auf unseren Corporate Websites die ersten Fotoreportagen mit je 4000 bis 6000 Zeichen publizierte, hielt das eine oder andere GL-Mitglied schon mal die Luft an …

    … nachdem wir jetzt aber seit einigen Monaten konsequent interessante Geschichten produzieren und publizieren, sind Content-Strategie und Storytelling nicht mehr wegzudenken.

    Und der Erfolg (in Form von Aufträgen) gibt uns Recht.

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