Die Mama schreibt keine Kommentare zu meinen Posts – leider

Schreibmaschinen im Zeitalter von Web 2.0Nach einer längeren Pause, in der ich leider mangels Wifi nicht bloggen konnte, melde ich mich frisch und erholt zurück.

Thema heute: Kommentare

Mein Netzwerk scheint zum grössten Teil noch immer aus Freunden, Bekannten und Familie der Serie 1.0 zu bestehen. Das heisst, wir kommunizieren meist noch persönlich, telefonisch und ja, es gibt sogar noch solche, die mir Briefe oder Ansichtskarten schreiben. Dafür ein herzliches Dankeschön, denn dies freut mich jeweils fast mehr, als die SMS oder MMS, die man heute sonst so erhält.

Nun gibt es für mich als Fan von Social Media und dem Mitmachweb ein Problem, denn Kommentare, Meinungen und Diskussionen sind das Salz in der Suppe, die harte Währung, wenn es darum geht zu zeigen, dass etwas das man schreibt, auch gelesen wird. Darum nutzt der nett gemeinte Anruf von Mutter, man habe mal wieder was „schlaues“ geschrieben, oder die Mail-Schelte eines Kollegen, man verstehe halt doch nichts vom Thema, nicht viel, um eine Diskussion zu öffnen.

So hoffe ich, wie viele andere Blogger und Socialnauten, dass die Leser sich ein Herz fassen und anfangen, Lob, Kritik oder andere Ansichten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, in dem sie kommentieren, auf Facbook posten, twittern und was alles sonst noch möglich ist.

Lasst uns versuchen, die 90-8-2 Regel (90% lesen „nur“, 8% teilen und 2% interagieren aktiv) aufzubrechen. Als Schreiber muss man sich anstrengen, denn wo’s nichts zu kommentieren gibt, wird auch niemand interagieren.

PS: Wer das nicht möchte, darf mir aber gerne auch weiterhin Ansichtskarten senden oder mir Lob und Kritik per Telefon mitteilen. Mich freut’s trotzdem – muss ja nicht alles öffentlich sein. 

 

Dieser Beitrag wurde unter Kommunikation und Marketing - was gibt's neues?, Social Media abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

21 Kommentare zu Die Mama schreibt keine Kommentare zu meinen Posts – leider

  1. Ja, das kenne ich 😉
    Besonders süss finde ich, mein Vater druckt jeden meiner Artikel aus und heftet sie in einen Ordner.

  2. Als ich kürzlich (u.a., weil ich dachte, dass mein Blog weitestgehend unbeachtet bleibt und also nichts taugt) ankündigte, dass ich mit der Bloggerei aufhöre, kamen zahlreiche enttäuschte und ermutigende Reaktionen via Twitter. Das freute mich sehr (und bewog mich dazu, doch weiterzumachen), irritierte mich aber insofern, als das Echo auf meine Blogeinträge immer relativ gering war. Ich habe dann gemerkt, dass tatsächlich sehr viele Leute meine Texte schrieben, sich aber nicht bemerkbar machten.

    Also blogge ich weiter, obwohl ich mich immer noch so fühle, als wäre ich auf einer verlassenen Insel („Hallo? Ist da wer?“)

    • swissroman sagt:

      Du hast recht weiter zu machen. Kommt Zeit, kommen Kommentare. Die harte Währung für uns. Viel Erfolg!

  3. Astrid Bärtschi sagt:

    Ganz genau, Roman, deswegen kriegt die Mama jetzt auch ein iPhone!

  4. Ich schreib hier jetzt extra einen Kommentar hin, damit mehr Leute meinen Blog sehen und ihn eventuell besuchen und noch eventueller einen Kommentar hinterlassen. :-p

  5. su franke sagt:

    Wie schon telefonisch gesagt ^^ denn auch wir beide sprechen gelegentlich mit einander. Wie schön: Normalerweise sind es nun mal die Blogger die auf anderen Blogs kommentieren, denn sie wissen um das Salz. Ausserdem, wie Winston so nett sagt, generiert man so einen Backlink. Erstaunlich, dass viele Berufsblogger sich dessen (noch) nicht bewusst sind (ich arbeite daran).

    Und dann wäre da noch die Idee.

    Wenn ich Kommentare per Mail oder mündlich bekommen hab (im Corporate Blog früher bei Namics) hab ich den schonmal selbst aufgeschrieben und kommentiert im Blog, natürlich mit Vermerk, „….“ hat mir gerade …. gesagt.

    So trage ich mit klitzekleinen Schritten dazu bei, ein wenig öffentlicher mit einander zu sprechen.

    Oft finden Kommentare auch auf anderen Plattformen statt, in Twitter, Facebook, dann kann man die mit einem Plugin im Blog integrieren und so den Zugang erleichtern.

    Das war jetzt so viel, dass ichs verbloggt hab und noch mehr http://corporate-dialog.ch/2012/11/09/kommentare-hin-oder-her/

  6. SwissRoman sagt:

    Danke Su, auch ich habe auf Deinem Blog geantwortet. Tatsache ist, dass ich es sehr schätze, wenn man sich auch mal wieder persönlich trifft. Da lässt sich noch kreativer kommunizieren.

  7. Ja, so ist das. Ich blogge eher für mich, ob es jemand liest oder nicht. So quas als Zusammenfassung meiner Gedanken. Damit ich dann Argumente und Antworten habe, wenn jemand anruft… Aber solange die Mehrzahl meiner 22-25 jährigen Studenten immer noch eine Papieragenda führt oder behaupten, ihr Notebook sei nicht netzfähig und kein i-, win-, androidPad oder Tablet haben, kann man auch nicht mehr erwarten, als ab und zu eine Ansichtskarte zu erhalten mit „dein letzter Blogeintrag war interessant“. Ich mache mir da keine Illusionen. Das Zeitalter, das heute angebrochen wir meinen, werde ich wohl nicht mehr erleben.

  8. Nicht das Wundermittel, aber es hilft ab und zu: Wenn mir die Meinung, die Erfahrung der Lesenden wichtig ist, dann achte ich ganz bewusst darauf, in meinem Blogpost nicht „alles“ zu sagen und schliesse den Blogpost mit einer gezielten, offenen Frage ab („Welche Erfahrung hast Du mit … gemacht?“)

  9. leumund sagt:

    Ich denke Wundermittel hin oder her, man bekommt einfach nur wenige Feedbacks. Ich bin vielfach erstaunt, wenn ich jemanden treffe und diese Person genau weiss, über was ich in letzter Zeit geschrieben habe, ich aber nicht mal weiss, dass diese Person meinen Blog kennt. Leider wird mit Feedback im Social Web viel zu geizig umgegangen und deshalb hören viele auch wieder mit bloggen auf. Eigentlich schade.

    • swissroman sagt:

      Lieber „Leumund“, danke für den Kommentar und schön zu sehen, dass es auch Dir so geht. Der geizige Umgang mit Feedback hat hoffentlich oft nur mit der knappen Zeit zu tun und weniger mit den Inhalten (ich glaube dran!).

  10. mysha sagt:

    Bekanntes Problem, welches vermutlich wirklich nur von Leuten nachvollzogen werden kann, die selber bloggen!
    Meine Lösung: Ich freu mich einfach auch über „Offline“-Kommentare. Denn jedes Feedback ist besser als gar keins und so kann man sich wenigstens sicher sein, dass der jeweilige Artikel gelesen wurde und die Leser vllt sogar drüber nachdenken. Dass sich dann potentiell keine Interaktion entwickelt, kann ich in solch einem Fall grad noch so verkraften…^^

  11. Beatman sagt:

    Am Ende des Tages bleiben wir analog funktionierende Wesen, die einen Moment brauchen, um einen gescheiten Kommentar zu schreiben. Diese Momente werden immer rarer. Also: lesen kein Problem, teilen wenn der Post wirklich bahnbrechend ist, kommentieren beim Zugfahren und wenns draussen regnet ( so wie jetzt).

  12. Pingback: Kommentieren geht nicht ohne Studieren | SwissRoman

  13. Pingback: Mein Haus, meine Regeln | SwissRoman

Schreibe eine Antwort zu su franke Antwort abbrechen